26 Aug. Grauer Star: Durchblick fürs Leben mit moderner Katarakt-Therapie
Nach der Grauer-Star-OP beginnt eine neue Ära des Sehens.
So meistern Sie den Alltag.
Häufigster Eingriff: Die Katarakt-OP
Allein in Deutschland operieren Ärzte jährlich 600.000 Menschen am Grauen Star. Dabei ersetzen sie die trüb gewordene natürliche Linse durch eine klare Kunstlinse (Intraokularlinse). Diese wird vorab millimetergenau berechnet.
Die neue Sehstärke: Vor- und Nachteile
Die neue Linse bringt oft ein überwältigend helles und scharfes Sehen zurück. Doch sie hat eine Einschränkung: Sie besitzt keine Zoom-Fähigkeit (Akkommodation) mehr. Das Auge kann sich nicht mehr automatisch auf verschiedene Entfernungen einstellen.
Die richtige Brille für den Alltag
Die meisten Standardlinsen sind auf eine Entfernung, meist die Ferne, optimiert. Die Folge: Alles andere erscheint unscharf.
- Für die Ferne eingestellt? Eine gut angepasste Lesebrille reicht oft für die Nähe. Doch der kritische Zwischenbereich (z.B. zum Computerbildschirm) bleibt häufig verschwommen. Hier hilft eine spezielle Bildschirmarbeitsbrille.
- Für die Nähe eingestellt? In diesem Fall benötigen Sie eine Fernbrille. Arbeiten am PC werden jedoch nahezu unmöglich.
- Eine perfekt angepasste Brille von einem Spezialisten gleicht diese optischen Fehler optimal aus. Auch Kontaktlinsen bleiben eine gute Option.
Der essenzielle UV-Schutz
Ihre natürliche Linse war ein eingebauter UV-Filter. Die Kunstlinse ist dies oft nicht – schädliches UV-Licht trifft ungefiltert auf Ihre Netzhaut und kann eine AMD (Altersbedingte Makula-Degeneration) begünstigen.
So schützen Sie sich:
- Tragen Sie CE-zertifizierte Sonnenbrillen.
- Entscheiden Sie sich für Brillengläser mit einem Blaufilter (Blueblocker).
Ein hochwertiger Blaufilter blockt den schädlichen blau-violetten Lichtanteil, lässt aber das wichtige blau-türkise Licht durch. Dieses ist crucial für Ihre Pupillensteuerung und den circadianen Rhythmus (innere Uhr).